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Hygienekongress 2011 am 2. und 3. Dezember 2011 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

Vor dem Hintergrund der hohen gesundheitspolitischen Bedeutung nosokomialer Infektionen, aber auch der in der ambulanten Versorgung und in anderen Gesundheitseinrichtungen erworbenen Infektionen, kommt den personellen und organisatorischen Voraussetzungen zur Prävention dieser Infektionen eine herausragende Bedeutung zu.

Am 8. Juli 2011 hat der Bundesrat das Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze gebilligt. Nunmehr sind die Bundesländer verpflichtet, bis zum 31. März 2012 Verordnungen zur Infektionshygiene und zur Prävention von resistenten Krankheitserregern in medizinischen Einrichtungen zu erlassen. Neben einer größeren Verbindlichkeit der Empfehlungen der beim Robert-Koch-Institut angesiedelten Kommissionen zur Krankenhaushygiene sowie Antiinfektiva, Resistenz und Therapie sollen Einrichtungen ab einer bestimmten Bettenzahl hauptamtliche Krankenhaushygieniker anstellen. Ebenso soll der Antibiotika-Verbrauch dokumentiert und spezielle Empfehlungen für den Umgang mit MRSA-Patienten gegeben werden.

Der Hygiene-Kongress mit namhaften Referenten und Experten wendet sich an alle Ärzte aus dem stationären und niedergelassenen Bereich, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und anderer Aufgabenkreise sowie Hygieneexperten und Hygienefachkräfte. Auch Pflegekräfte, Interessierte aus anderen Heilberufen, wie zum Beispiel Zahnärzte, Apotheker oder Tierärzte. Ebenfalls herzlich begrüßen wir Vertreter aus Gesundheitsbehörden, Krankenkassen, der Gesundheitspolitik und Patienten.

Im Mittelpunkt des ersten Kongresstages, dem 2. Dezember 2011 (14:00 bis 18:00 Uhr), steht das berufs- und gesundheitspolitisches Forum. Hier soll es um die Aspekte der praktischen Umsetzung der verabschiedeten gesetzlichen Regelungen und nach den Zuständigkeiten im Bereich Hygiene auf Bundes- und Landesebene gehen. Eingeleitet wird die Veranstaltung mit einem Vortrag der die historische Entwicklung zur Hygiene beleuchtet und das Wirken von Karl August Lingner, dem „Odolkönig“, der vor 150 Jahren in Magdeburg geboren wurde und Dresden besonders und bis heute spürbar prägte, beschreibt. In einer Podiumsdiskussion stehen Vertreter aus Politik und Experten für Fragen zu aktuellen Schwerpunkte zur Hygiene in der medizinischen Versorgung zur Verfügung. Am Abend besteht die Möglichkeit, an einem Get-Together teilzunehmen.

Am 3. Dezember 2011 (09:00 bis 13:00 Uhr) finden mehrere Foren und Kolloquien parallel statt.

Im „Forum Krankenhaushygiene“ geht es unter anderem um die Epidemiologie der nosokomialen Infektionen sowie deren mikrobiologische Diagnostik und Therapieoptionen bei multiresistenten Keimen. Die Hygiene als Bestandteil des Qualitätsmanagements im niedergelassenen Bereich, die Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in der Hygieneüberwachung und die MRSA- und Hygienenetzwerke der einzelnen beteiligten Bundesländer sind Gegenstand des „Forum Öffentlicher Gesundheitsdienst – Überwachung medizinischer Einrichtungen“. Das 27. Dresdner Kolloquium „Umwelt und Hygiene“ steht unter der Thematik „Aktuelle Aspekte der Kommunalhygiene in Schulen und Kindertagesstätten“. Themen sind unter anderem die Anforderungen an die Lüftung in Kitas und Schulen, der Rahmenhygieneplan für Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen und Hygieneüberwachung von Schulen und Kitas nach § 8 SächsGDG – wie sieht die Praxis aus? Weiterhin findet das „Kolloquium HIV/AIDS – Rückblick und gegenwärtige Situation“ statt. Im Mittelpunkt stehen unter anderem 30 Jahre AIDS-Pandemie, Prävention der HIV-Infektion sowie Kinderwunsch, Schwangerschaft und HIV-Infektion.

Für Patienten und interessierte Bürger ist ein kostenfreies Patientenforum vorgesehen, in dem Themen wie beispielsweise Hygienefragen des Alltags, Auswertung der EHEC-Infektionen in Sachsen und MRSA/Besiedlung/Krankheit/Ausbruch präsentiert werden.

Das kostenpflichtige Rahmenprogramm am 3. Dezember 2011 umfasst eine Stadtrundfahrt mit einem abschließenden individuellen Spaziergang über den bekannten Striezelmarkt. Der Nachmittag des 3. Dezember bietet auf einer speziellen „Lingner-Tour“ die Möglichkeit, Wohn- und Wirkungsstätten von Karl August Lingner zu besuchen. Sein Einfluss auf Dresden ist immer noch präsent: er initiierte vor 100 Jahren die „I. Internationale Hygieneausstellung“, aus der das heutige Deutsche Hygiene-Museum hervorging. Beide Touren können bei der Anmeldung zum Kongress mitgebucht werden.

Veranstaltungsort:
Deutsches Hygiene-Museum
                                    Lingnerplatz 1, 01069 Dresden

Programm

Formular zur direkten Online-Anmeldung

 

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Ansprechpartner Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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