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Behandlungsfehlerstatistik 2011

„Überall wo Menschen arbeiten, passieren Fehler – auch in der Medizin. Hier können Komplikationen oder unerwünschte Behandlungsergebnisse verschiedene Ursachen haben. Neben unzureichender Diagnostik, Aufklärung und Therapie, die einen Behandlungsfehler darstellen, führen häufig die Begleiterscheinungen der Krankheit an sich, die auch bei bestem Verlauf nicht zu vermeiden sind, zu Problemen. Mitunter lässt sich auch nicht umgehen, dass die Behandlung des Patienten mit belastenden Nebenwirkungen verbunden ist. Umso wichtiger ist es, dass die Patientinnen und Patienten bei einem vermuteten Schadensfall nicht allein gelassen werden. Sie sind bei der Aufklärung eines möglichen Behandlungsfehlers auf die ärztliche Expertise angewiesen.“

Das sagte Dr. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen und Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik am 19. Juni 2012 in Berlin.

11.107 Patientenbeschwerden haben die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern im vergangenen Jahr entgegengenommen – und in 2.287 Fällen kamen sie zu dem Ergebnis, dass Behandlungen, Diagnosen oder Patientenaufklärung fehlerhaft oder unzulänglich waren. In 1901 Fällen wurde ein Behandlungsfehler als Ursache für einen Gesundheitsschaden ermittelt, der einen Anspruch des Patienten auf Entschädigung begründete. Im Vergleich zu 2010 ist die Zahl der Behandlungsfehler leicht – um 88 Fälle – gestiegen.

„Eine völlig fehlerfreie Behandlung wird es nie geben. Schon daraus resultiert die Verpflichtung, alles dafür zu tun, das Risiko so klein zu halten wie irgend möglich“, so Crusius.

Die Ergebnisse der Gutachterkommission und Schlichtungsstellen werden seit zwölf Jahren mit Hilfe des Medical Error Reporting Systems (MERS) in einer bundesweiten Statistikdatenbank erfasst und ausgewertet. Sie werden von der Ärzteschaft für Fortbildungs- und Qualitätssicherungsveranstaltungen aufbereitet um Strategien zur Fehlervermeidung zu entwickeln.

Die Antragsentwicklung im Kammerbereich Mecklenburg-Vorpommern zeigt in den Jahren 2005 bis 2008 ein relativ konstantes Bild. Seit 2009 ist ein leichter Rückgang der Antragszahlen zu verzeichnen. Die Entscheidungen zu den Schlichtungsverfahren aus Mecklenburg-Vorpommern finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Ärzteblattes Mecklenburg-Vorpommern (7/2012) auf den Seiten 279 f.

Video-Bericht zu Behandlungsfehler-Statistik der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen für 2011
 
Quelle: Bundesärztekammer, ARD, Ärztekammer M-V

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