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Nachweis von Vibrionen im Ostseewasser

Bei den anhaltend hohen Temperaturen in diesem Jahr (Ostseewassertemperatur > 20°C) konnten bereits Vibrionen (z. B. V. vulnificus, V. parahämolyticus, V. alginolyticus)  an allen sieben Untersuchungsstellen entlang der Ostseeküste des Landes nachgewiesen werden.
 
Aus den Untersuchungen der Vorjahre ergibt sich, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die gesamte Ostseeküste des Landes Mecklenburg-Vorpommern betroffen sein wird.
 
Erkrankungen durch Vibrionen sind in Deutschland zwar eher selten, zeichnen sich jedoch zum Teil durch sehr schwere Verläufe mit hoher Letalität (> 50 %) aus.
Bei den Erkrankungen im Ostseeraum spielen Wundinfektionen, die mittiefgreifenden Nekrosen und Hautulcerationen einhergehen, die Hauptrolle. Davon ausgehend kann sich sehr schnell eine sekundäre Septikämie miteiner metastatischen Besiedlung anderer Körperteile, Fieber und Schüttelfrost ausbilden. Betroffen sind vorwiegend ältere bzw. immundefiziente Patienten.
 
Bei verdächtigen Krankheitsbildern sollte in der warmen Jahreszeit differentialdiagnostisch an die Möglichkeit einer Infektion mit Vibrionen gedacht und gezielt nach Kontakt mit salzhaltigem Meerwasser gefragt werden.
Wegen der zum Teil foudroyanten Krankheitsverläufe ist eine engmaschige Beobachtung der Wundinfektion notwendig und im begründeten Verdachtsfall sollte möglichst rasch eine adäquate Antibiotikatherapie (Cephalosporine der 3. Generation,Tetrazykline, Gyrasehemmer) eingeleitet werden.
 
Neben niedergelassenen Ärzten sollten besonders auch Reha-Einrichtungen in Küstennähe differentialdiagnostisch an die Möglichkeit der Vibrionen-Infektion durch den Kontakt mit salzhaltigem Meerwasser als potentiellem Übertragungsweg denken.
 
Ein entsprechendes Informationsblatt ist unter www.lagus.mv-regierung.de abrufbar.
 
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