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Verdacht auf Behandlungsfehler: Zahl der Behandlungsfehlervorwürfe in Mecklenburg-Vorpommern leicht gesunken

Kammerpräsident Crusius warnt erneut davor, Behandlungsfehler per se mit Ärztepfusch gleichzusetzen und plädiert für eine offene Fehlerkultur. „Zu Pfusch gehört auch immer eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber den Auswirkungen des eigenen Handelns. Das kann man doch nicht allen Ernstes Ärzten vorwerfen, denen ein Fehler passiert ist.“

Im vergangenen Jahr haben sich 278 Patientinnen und Patienten aus Mecklenburg-Vorpommern an die Norddeutsche Schlichtungsstelle für Arztpflichtfragen in Hannover gewandt, um den Verdacht auf eine falsche Diagnose, Behandlung oder Aufklärung überprüfen zu lassen. Im Jahr 2013 registrierte die Schlichtungsstelle 317 Anträge.

Dabei hat sich von 195 entschiedenen Fällen in 43 Fällen ein Behandlungsfehler bestätigt. In 113 Fällen wurden Behandlungsfehlervorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. Damit liegt der Prozentsatz der begründeten Ansprüche bei 27,6 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2013 bedeutet dies einen Rückgang um 0,1 Prozent.

Die Auswertung der Versorgungsebenen zeigt, dass die Fälle mit 75 Prozent überwiegend aus dem Klinikbereich stammen, während der niedergelassene Bereich mit 25 Prozent betei-ligt war. „Ursache dafür ist die Tatsache, dass schwere Erkrankungen in Kliniken behandelt werden und Gelenkersatzoperationen auch stationär durchgeführt werden“, erklärt Kammerpräsident Crusius.

Bei den Verfahren aus dem Bereich der stationären Versorgung waren vor allem die Fachgebiete Unfallchirurgie/Orthopädie (41,7 Prozent), Allgemeinchirurgie (10,6 Prozent), Innere Medizin (8,3 Prozent) sowie Neurochirurgie und Frauenheilkunde (jeweils 6,1 Prozent) betroffen. Im Zusammenhang mit Behandlungen durch Niedergelassene ging es ebenfalls am häufigsten um die Unfallchirurgie/Orthopädie (34,1 Prozent), gefolgt von Augenheilkunde und Allgemeinmedizin (jeweils 13,6 Prozent) und Radiologie (9,1 Prozent).

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